Hochzeit in New York I Von der Brooklyn Bridge bis zum Central Park I Hochzeitsfotograf New York

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Eine winterliche Hochzeit in New York I Hochzeitsfotograf New York

Habt ihr euch schon mal überlegt wie es wäre nach New York zu fliegen um dort zu heiraten?

Tina und Chris haben genau das getan! Ein Jahr zuvor besuchte das Paar aus Deutschland zum ersten Mal die amerikanische Metropole und Chris ließ sich dafür etwas ganz Besonderes einfallen: er stellte die Frage aller Fragen im Central Park und machten Tina einen Heiratsantrag vor dem berühmten New York Plaza Hotel. Knapp ein Jahr später, mitten in der Planung ihrer Sommerhochzeit dachten die beiden sich: warum nicht ein Abenteuer wagen und ganz alleine zu zweit nach New York fliegen um dort standesamtlich zu heiraten? Etwas ganz Besonderes, nur für uns zwei? Gesagt, getan!

Und so haben sich die beiden kurz entschlossen kurz vor Silvester ihre Koffer zu packen und über den Atlantik zu fliegen. Mit dabei waren auch ihre zwei besten Freunde als Trauzeugen und natürlich ich als Fotograf für diese Hochzeit in New York.

Wenn ihr euch jetzt fragt wie um alles in der Welt man seine eigene standesamtliche Hochzeit in New York plant, was für die Anerkennung in Deutschland oder Österreich nötig ist, dann schaut ihr am besten in meinem Artikel vorbei. Dort erkläre ich euch alle wichtigen Behördengänge und welche Formular ihr braucht um in New York zu heiraten.

Ich traf die beiden also vormittags gemütlich und in bester Laune beim Frühstück im Hudson Hotel. Lange im Voraus schon hatten wir uns Gedanken darüber gemacht und ich mir genau überlegt, wo wir nach der Trauung das Brautpaarshooting machen und wie wir von A nach B kommen würden. Zu Fuß, mit dem Taxi oder U-Bahn - zu dieser Jahreszeit? Dank vieler vergangener New York Besuche hatte ich genug Erfahrung um die Situation gut einschätzen zu können.

Das ist sehr wichtig, denn wie immer vergeht die Zeit am Hochzeitstag noch schneller als gedacht und die Tage im Winter sind kurz. Insofern ist es für mich absolut notwendig und wichtig, einen Plan im Kopf zu haben, damit sich die beiden um nichts kümmern müssen und sie einfach nur eine tolle Zeit in der aufregendsten Stadt der Welt erleben können.

Nach dem Getting Ready im Hudson Hotel ging es mit der New Yorker U-Bahn Richtung Downtown Richtung Standesamt. Das ist die im nie enden wollenden zähen Stadtverkehr die absolut stressfreiste und (nicht immer, aber meistens) schnellste Variante. Nun sind die New Yorker ja so einiges gewohnt und es gibt eigentlich nichts, was diese Menschen noch überraschen könnte - nicht einmal ein Brautpaar in der U-Bahn. Umso schöner war es, dass wildfremde Leute dem Brautpaar zulächelte und ihm gratulierte.

Im Standesamt in der Worth Street hieß es dann erstmal eine Nummer ziehen und warten bis wir aufgerufen wurden. Das Warten wird hier jedoch nicht langweilig, ganz im Gegenteil. So viele Brautpaare unterschiedlicher Kulturen auf einem Haufen habe ich selbst als Hochzeitsfotograf noch nie gesehen. New York macht seinem Ruf als “melting pot” wahre Ehre und man kommt tatsächlich aus dem Staunen nicht mehr raus.

Die Zeremonie ging dann ratzfatz über die Bühne und nach wenigen Minuten waren Tina und Chris verheiratet. Mittlerweile war es schon Nachmittag und wir spazierten schließlich vom Standesamt über die Brooklyn Bridge in eines der typischsten New Yorker Wohnviertel - Dumbo. Die alten Backsteingebäude und die Sicht auf die Brücke ergeben eine Wahnsinns-Fotokulisse in diesem alten Stadtteil am East River. Um all diese Eindrücke erstmal zu verarbeiten und uns aufzuwärmen - dank einer arktischen Kältewelle war es für Dezember doch ungewöhnlich kalt - ließen wir uns in einem Cafe in der Nähe nieder. Was für ein aufregender Tag! Die strahlenden Gesichter sprachen Bände.

Jetzt wollten wir aber noch in den Central Park - dem Ort an dem alles begann, dem Ort ohne dem diese Hochzeit sicher nicht stattgefunden hätte! So machten wir uns auf dem Weg zur berühmten Gapstow Bridge mit Blick auf das Plaza. Da im Standesamt alles recht schnell über die Bühne ging, hatten die beiden hier noch einmal Zeit sich ihr Eheversprechen vorzulesen und diesem Elopement ihre ganz persönliche Note zu geben. Und was soll ich sagen, genau das war der krönende Abschluss ihres Hochzeitstages!

Vielen Dank, dass ihr mir euer Vertrauen geschenkt habt diesen so wichtigen Tag gemeinsam mit euch zu planen. Als Hochzeitsfotograf ist man immer nur so gut wie Ideen, die man umsetzen darf, und dazu gehört natürlich in erster Linie das Vertrauen der Paare in unsere Entscheidungen, Erfahrung und Ratschläge.

Danke Tina und Chris!

PS: Die Sommerhochzeit mit Familie und Freunden fand natürlich trotzdem statt. Dass die beiden den Mut hatten, dieses ganz besondere Erlebnis nur für sich zu planen, dafür könnte ich sie drücken. Denn das Leben ist viel zu kurz um sich so etwas nicht zu gönnen - ihr zwei seid meine Helden!